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Zum
Unterschied der Ausbildung in Psychotherapie vs. Beratung
Der Klientenzentrierten Psychotherapie – auch
als Gesprächspsychotherapie bekannt – liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder
Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich konstruktiv zu entfalten und zu
entwickeln. Diesen Prozess nennt man „Selbstaktualisierung“. Er kann durch
unterschiedliche Einflüsse und Erfahrungen so gestört werden, dass sich
erhebliche Probleme in der Lebensbewältigung ausbilden – bis hin zu
seelischen Erkrankungen.
Das
Beziehungsangebot der Personzentrierten
Psychotherapie hilft dem Patienten, eigene Lösungen für seine Probleme zu
entwickeln und seine Selbstaktualisierung wieder konstruktiv zu gestalten.
Personzentrierte Beratung unterstützt
Klienten/innen professionell und qualifiziert in schwierigen Veränderungs-
und Orientierungsprozessen oder bei Problembewältigungen.
Sie umfasst das weite Spektrum persönlicher und beruflicher Problem- und
Fragestellungen und reicht von professioneller Paarberatung bis hin zu
Beratung und Coaching von Fach- und Führungskräften in der Wirtschaft.
Personzentrierte Beratung
beinhaltet personzentrierte Kommunikations- und
Kooperationsstile, die die unterschiedlichen persönlichen und beruflichen
Lebenswelten der Klienten/innen in der Beratung berücksichtigen. In der Personzentrierten Beratung spielen grundlegende
pädagogische Erkenntnisse von Carl R. Rogers eine wichtige Rolle.
Innerhalb
der Ausbildung am IPM sind beide Ausbildungsgänge zunächst integriert in
der sogenannten „Basiskompetenz“ (Personzentrierte
Beratung-Grundstufe = Basiskompetenz für die darauf sattelnde Ausbildung in
Gesprächspsychotherapie)
Grundsätzlich
aber sind Personzentrierte Beratung und Gesprächspsychotherapie
zwei eigenständig zu betrachtende Ausbildungsgänge.
Vereinfachende
schematische Darstellung zur Abgrenzung von Psychotherapie und Beratung
Der Personzentrierter Ansatz in
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Psychotherapie
Ziele:
Heilung,
Verbesserung, Linderung
Reorganisation
des Selbstkonzeptes
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Beratung
Ziele:
Veränderung
der konkreten Lebens-situation und Veränderung von
Grundeinstellungen bzw. Problem-bewältigung
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dauert
länger
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erstreckt
sich oft nur auf kurze Zeit
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setzt
starke Motivation des Klienten voraus
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muss
in Einzelfällen ohne hinreichende Motivation des Klienten auskommen
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findet
regelmäßig statt
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findet
oft nur sporadisch, bei Bedarf, statt
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betont
die Gestaltung der Beziehung
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betont
die Problemlösung
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ist
eher nicht-lenkend
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beinhaltet
eher lenkende Vorgehensweisen
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basiert
auf freier Übereinkunft
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wird oft
in institutionellem Auftrag vollzogen
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betont
die Herstellung eines spezifischen Beziehungsangebots, durch das der
Patient seine Fähigkeiten, sich selbst zu erforschen und
weiterzuentwickeln, ausprägt
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die
Intensität der Beziehung und das Maß der Erforschung des Selbst sind für
den Beratungsprozess bei Betonung anderer Faktoren von geringerer
Bedeutung
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