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2.

Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

​​Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen

Zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl verhaltenstherapeutischer Methoden  für ein breites Behandlungsspektrum entwickelt,           

wie z. Bsp.:

  • Entwicklungsstörungen

  • Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität

  • depressiv-ängstliches Verhalten

  • aggressives Verhalten, soziale Auffälligkeiten

  • gehemmtes Verhalten und soziale Unsicherheit

  • Ängste, Phobien und Zwänge

  • Enuresis und Enkopresis

  • Psychosomatische Störungen (z.B. Anorexie, Bulimarexie)

  • Lern- und Leistungsstörungen  

  • u.a.                                    

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In der Verhaltenstherapie werden zur Behandlung von Störungen im Kindesalter bevorzugt operante Methoden und Modelllernen eingesetzt; bei Störungen im Jugendlichenalter kommen hauptsächlich kognitive Verfahren (Selbstinstruktion, Selbstkontrolle und Selbstverstärkung) zur Anwendung. Verhaltenstherapie kann mit heil- und sonderpädagogischen Maßnahmen erfolgreich kombiniert werden ebenso mit medikamentöser Behandlung, die  beispielsweise bei starker Hyperkinetischer Störung mit Psychostimulantien erfolgen kann.

Eltern, Erzieher und Lehrer schätzen an der Verhaltenstherapie, dass ihnen die therapeutischen Strategien als Co-Therapeuten vermittelt werden.

 

Personenzentrierte (interaktionelle) Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Die personenzentrierte spieltherapeutische Arbeitsweise ist in der Psychotherapie mit Kindern hierzu in besonderem Maße geeignet. An die Stelle der sprachlichen Auseinandersetzung mit dem Problem tritt das Spiel. So kann das Kind seine emotionalen Beziehungen zu Menschen und Dingen unmittelbar  darstellen. Es wird in seiner inneren Auseinandersetzung durch beständige, behutsame Konfrontation mit seinen Problemen und Konflikten unmerklich gefördert.  Es erlebt dabei seine Gefühle bewusster, und es lernt, diese angemessen zu äußern. So wird das Kind zu einer Haltung geführt, die seinem Wesen entspricht.

 

Tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie befasst sich vor allem mit:den unbewussten Beweggründen menschlichen Verhaltens,  der Art und Weise, wie Menschen von klein her gelernt haben, sich und ihre Umwelt wahrzunehmen und darauf zu reagieren,  den Ängsten und Blockaden, die sie daran hindern, sich ihrem Wesen gemäß zu entwickeln und zu verändern.
Im geschützten Rahmen der Einzeltherapie geht es vornehmlich um kindliche Seiten, die in der frühen Eltern-Kind-Beziehung sich entwickelt haben und teilweise situationsgerechtes Handeln und Erleben erschweren.
In der Gruppentherapie mit Kindern und Jugendlichen verschiebt sich das Augenmerk mehr auf die Macht der Gewohnheit, durch die der einzelne unbewusst dazu neigt, gewohnte Beziehungsmuster

innerhalb einer Gruppe (oder Familie) zu schaffen, auch wenn sie bewusst der eigentlichen Überzeugung widersprechen.

 

Katathym-imaginative Psychotherapie (KiP)

Das ,,katathyme Bilderleben (KB)" wurde in den 50er Jahren von H.C. Leuner als tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren entwickelt. 

 

Im Verlauf einer KB-Sitzung  imaginiert der Patient auf Anregung seines Therapeuten in entspannten Zustand, ähnlich wie beim autogenen Training. Er  berichtet die Inhalte seiner "Bilder" und die begleitenden Affekte simultan mit dem Entstehen. Der Therapeut läßt diese Imaginationen vom Patienten in der Regel  anschließend malen.

Beratung von Eltern und Erziehungsberechtigten

​Die Einbeziehung der Eltern und Bezugspersonen als "Mitbehandlung" im Rahmen einer KJP ist Standard und ausdrücklich vorgesehen. Eine vertrauensvolle kontinuierliche  Zusammenarbeit zwischen Bezugspersonen und Therapeut ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg einer KJP.

 

Familientherapeutische Interventionen

​Soweit es hilfreich, notwendig und therapeutisch sinnvoll erscheint werden im Rahmen von Einzeltherapien auch familientherapeutische Sitzungen mit der gesamten Familie durchgeführt.

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